Arbeiten als SHK GesaVor knapp einem Jahr habe ich mein Studium in Lingen begonnen -Kommunikationsmanagement im Bachelor. Vor meinem Studium habe ich versucht ein bisschen Geld zusammen zu sparen, aber spätestens nach der Erstsemester-Woche war mir klar, dass mein Erspartes nicht lange reichen würde. Ich habe das Glück, dass meine Eltern mich finanziell unterstützen, allerdings nutze ich dieses Geld nur für das Nötigste: Miete, Essen oder Fahrradreparaturen. Schnell wurde mir bewusst, dass ich einen Job brauche. Aber arbeiten und studieren? Kann das funktionieren?

Ja!

Die Hochschule Osnabrück bietet Studierenden die Möglichkeit als Studentische Hilfskraft in den Hochschul-Arbeitsalltag einzutauchen und sich ein bisschen Geld dazu zu verdienen. Der Lohn macht niemanden reich, liegt aber immerhin über dem Mindestlohn. Studentische Hilfskräfte – kurz SHK’s – werden an jeder Ecke benötigt und eingestellt. Die Bewerbung verläuft wie jede andere Bewerbung auch. Ein Lebenslauf, ein kurzes Anschreiben und mit etwas Glück dann ein Vorstellungsgespräch.

Verfügbare Stellen werden über das Schwarze Brett bei OSCA oder als Aushänge in der Hochschule ausgeschrieben. Die zu leistenden Stunden variieren von Stelle zu Stelle. Zwischen zehn und dreißig oder vierzig Stunden ist eigentlich alles vertreten.

Ich entschied mich zunächst für eine Stelle mit zehn Stunden im Monat. Nach einem kurzen Bewerbungsprozess stellte mich das Learning Center in Lingen ein. Meine Aufgaben sind es seither Seminare von Lerntrainern vorzubereiten, Kopien und Ausdrücke anzufertigen und das Learning Center in der Öffentlichkeit zu vertreten. Studierende über das Angebot vom Learning Center aufklären und Plakate verteilen gehören ebenfalls zu den Aufgaben der SHK’s im Learning Center. Insgesamt sind wir zu dritt oder zu viert. Die Arbeitszeit lässt sich fast völlig frei einteilen. Stundenzettel führt jeder selbst und sollte sich eine Vorlesung mit der Arbeitszeit schneiden ist das kein Problem. Der Vorteil einer Stelle an der Hochschule? Jeder hat Verständnis dafür, dass lernen und co. immer vorgehen. Allerdings kann es dafür schon mal vorkommen, dass man noch vor 8:00 Uhr mit der Arbeit beginnen muss. Oder dass man an einem Samstag helfen darf. Oder vor 8:00 Uhr an einem Samstag… Auch sieben-Tage-Wochen können vorkommen (fünf Tage Hochschule, zwei Tage Arbeit), aber oftmals kann man von zuhause aus arbeiten und muss das „Wochenend-Feeling“ daher nicht missen.

Wer lieber näher am Hochschul-Alltag arbeiten möchte, kann sich auch nach einem Job im Dekanat der Hochschule umschauen.

Zehn Stunden waren mir im Monat nicht genug Arbeit. Ich habe mich daher noch auf eine zweite SHK-Stelle beworben. Im International Faculty Office existiert ebenfalls ein Team aus drei Hilfskräften. Hier bewegen sich die Aufgaben im Bereich der Beratung und Organisation von Auslandsaufenthalten der Studierenden sowie der Betreuung von ausländischen Studierenden. Außerdem müssen Kommissions-Protokolle geführt und Statistiken angelegt werden. Auch in diesem Job geht die Arbeitszeit manchmal dafür drauf, Plakate zu drucken und auszuhängen. Und auch hier ist es möglich seine Arbeitszeit den Vorlesungen anzupassen.

Studieren und Arbeiten sind also zwei Dinge, die sich nicht unbedingt im Weg stehen. Als Studentische Hilfskraft lernt man die Arbeit der Hochschule kennen, verdient sich ein bisschen Geld dazu und kann sich seine Arbeitszeit oft sehr flexibel einteilen. Mit einigen Absprachen kann man hier sogar mehrere Jobs gleichzeitig annehmen und so unterschiedliche Bereiche der Hochschule kennenlernen. Auf der Arbeit lernt man dann die Mitarbeiter der Hochschule von ganz anderen Seiten kennen und ist meist ein Teil eines tollen Teams, dass aus Studierenden besteht, mit denen man sonst vielleicht nicht in Kontakt gekommen wäre.

Für alle "Geldsucher" da draußen: Ich kann euch nur raten euer Glück zu versuchen und euch zu bewerben.

 

Bild: kaboompics/Pixabay

Text: Gesa Schrot