Schon der Fußweg von der Bushaltestelle zum NaturZoo in Rheine ist umgeben von Natur pur. Er führt durch eine weitläufige Parkanlage mit Teichen, großen Wiesenflächen und Salinen. Im Zoo angekommen wird man direkt von aufgebrachtem Affengekreische begrüßt. Ursache dafür sind die Gibbons, die sich in ihrem Gehege gleich am Eingang über eine Aussichtsplattform gut beobachten lassen.

Die nächste Station auf dem Rundweg ist der Lemuren-Wald, der nur an Sonn- und Feiertagen für Besucher geöffnet ist. Dann ist aber auch ein Mitarbeiter des Zoos vor Ort, der zu allen Fragen rund um die seltenen Tiere eine Antwort parat hat. Generell ist der erste Teil des Rundgangs sehr von Affen dominiert: Es folgen noch zwei weitere Auslaufgehege, wo aber meistens ordentlich Tumult herrscht. Da ist Langeweile ausgeschlossen!

Etwas versteckt hinter den Affenanlagen gibt es noch eine Schmetterlingswiese. Im Frühling und Sommer sollten Besucher sich diese auf jeden Fall ansehen. Auch auf der Vogelwiese und bei den Storchen ist in den wärmeren Jahreszeiten viel los. Vor allem im Frühling und Frühsommer ist in fast jedem der zahlreichen Bäume im Zoo ein oder mehrere Storchenpaare beim Nestbau, Brüten oder der Brutpflege zu beobachten. Dies bedeutet auch: Achtung, nicht alles was vom Himmel kommt ist Regen!

Nach dem Robbenbecken geht es dann weiter zu einem der Highlights des Zoos: Der Seevogelvoliere. Hier kann man direkt zu den Pinguinen und den Seeschwalben ins Gehege, ohne Zaun oder Begrenzung. Auch wenn es dort etwas streng riecht ist es ein besonderes Erlebnis, Pinguinen mal so nahe zu kommen. In diesem Bereich des Zoos befinden sich auch die Bären. In ihrem weitläufigen Gehege sind diese nicht ganz einfach zu entdecken, aber es lohnt sich auf jeden Fall zu suchen.

Die nächste Station war der Streichelzoo mit Ziegen, Ponys und Kaninchen. Die Ziegen können gefüttert und gestriegelt werden. Aber Vorsicht: Wer sich dem Futterautomaten auch nur nähert, wird gleich von mindestens 20 Ziegen umringt und angesprungen. Das nächste Highlight war der Gang durch das Gehege der Lamas, Maras und Kängurus, denen man, ähnlich wie bei den Pinguinen, ohne Gitter begegnen kann. Während die Kängurus und Maras eher vor den Menschen flüchten, stellen sich die Lamas gerne einmal mitten auf den Weg, so dass man diese streicheln kann.

Durch einen Waldpfad ging es weiter zum Affenwald. Auch hier laufen die Primaten frei herum. Man sollte ihnen aber nicht zu nahe kommen und keine Gegenstände wie Rucksäcke, Hüte oder Kinderwagen mit in den Wald nehmen. Die neugierigen Tiere lieben es, alles was durchsucht werden kann zu durchsuchen und lose Gegenstände zu klauen.

Der Rundweg führt weiter an Zebras, Kamelen und dem Tigergehege vorbei, bis er schließlich wieder bei den Gibbons ankommt. Zwischendrin gibt es ausgewiesene Plätze, die zum Picknicken oder Pause machen einladen. Für alle, die ihr Proviant vergessen haben, gibt es anbei auch ein ZooBistro.


Fazit: Der NaturZoo Rheine ist  für alle Natur- und Tierliebhaber auf jeden Fall einen Besuch wert! Man hat durch viele Bäume und große Grünflächen die ganze Zeit das Gefühl in der Natur zu sein und kommt vielen Tieren hier so nah wie in kaum einem anderen Zoo. Außerdem ist der Eintritt mit neun Euro, ermäßigt acht Euro, vergleichsweise preiswert.

 

Text/Bild: Melanie Plogmann