Zuggeflster klein"Studenten sind Arbeitslose, auf die die Eltern stolz sind."

Diesen und hunderte weitere Sprüche darf man sich als junger Mensch häufig anhören. Egal ob Student, Schüler, Azubi oder schon voll Berufstätig. Besonders die so verpönte Generation Y wird an den Pranger gestellt. Ist der Studiengang nicht sofort offentsichtlich, wird direkt seine Berechtigung in Frage gestellt. Fragen wie: " Kann man damit später auch etwas verdienen?",sind dabei hoch im Kurs. 

Klischeenhafte Denkweisen und Verschlossenheit vor etwas Neuem machen scheinbar besonders den älteren Generationen zu schaffen. Berichte und Studien in der Presse geben dazu ebenfalls ihren Beitrag ab und bestätigen diese Meinungen.

Warum die älteren Generationen uns so kritisch sehen ist klar: Sie haben Angst. Wir sind in einer Welt aufgewachsen, die voll von Technik ist. Unser Marktwert ist so hoch wie noch nie. Fachkräfte und immer mehr Spezialisierungen in bestimmten Fachrichtungen sind gefragt.

An unsere Generation werden so hohe Ansprüche gestellt, dass wir selbst kaum noch hinterher kommen. Wir sollen innovativ, bodenständig, kreativ aber auch angepasst, fleißig oder auch hipp und modern sein, sollen mehr arbeiten und länger, am besten bis wir 70 sind. Mit 20 sollen wir fünf Jahre Beruferfahrung haben, fünf Fremdsprechen sprechen, schon im Ausland gewohnt haben und am besten für möglichst wenig Geld viel Arbeit leisten. 


Doch gehen wir nach den Medien sind wir faule, junge Leute, die keine Lust mehr auf Arbeiten haben und gerne auf Kosten anderer Leben. Sei es der Staat oder unsere Eltern.

Dabei sind wir die Zukunft, wir sind die, die die Renten derjeniger bezahlen, die jetzt über uns Urteilen. Es wäre doch eine verkehrte Welt, würden sich die Generationen nicht verändern. Die Generation unserer Eltern und Großeltern haben genau so einen Wandel erlebt wie wir auch. Nur scheinen den schon viele aus der Zeit oder der davor verdrengt zu haben. 

Vorschnell zu urteilen bringt uns nicht weiter und eine ganze Generation über einen Kamm zu ziehen noch weniger.

 

Bild: Kathrarina Stupp

Text: Judith Zaßenhaus