Da will man nur noch schnell das Nötigste im Supermarkt um die Ecke kaufen, da man eigentlich sowieso keine Zeit hat und dann ist es immer das Gleiche. Der Supermarkt ist mal wieder total überfüllt, da die Vorräte Zuhause anscheinend komplett aufgebraucht sind. Man vergleicht genervt die Schlangen an den Kassen. Welche ist am kürzesten und mit welcher wird man am schnellsten vorne ankommen und kann endlich bezahlen? Trotz genauer Analyse der Anzahl der Menschen an den Kassen und der Menge der Waren, die sie bezahlen wollen, gelingt die richtige Auswahl eigentlich fast nie. Scheinbar sucht man sich vor allem immer dann die falsche Kasse aus, wenn man es besonders eilig hat und eigentlich am liebsten nur noch nach Hause will.

Man steht also an der Kasse und wundert sich, warum es nicht voran geht. Bei genauerem Hinsehen wird klar, dass der etwas ältere Herr vor einem sein Kleingeld wirklich ganz genau abzählt, jeden Cent loswerden möchte und nur mit Hilfe der Kassiererin schließlich den richtigen Betrag zusammenkratzen kann. Oder ein anderes Phänomen: Das Bezahlen mit der Bankkarte. Manchen Leuten scheint es echt schwer zu fallen, die Karte richtig herum in das Gerät zu stecken. Und warum bei einem Massenandrang im Supermarkt immer nur ein oder zwei Kassen geöffnet sind, ist wahrscheinlich nicht nur mir ein Rätsel.

Umso erfreulicher, wenn genau dann, wenn es wieder einmal gar nicht voran geht, eine neue Kasse öffnet und man dort einen guten Platz ergattern kann. Der Einkauf ist gerettet! Schön wär’s… Wenn da nicht die Dame wäre, die vergessen hat, ihr Obst und Gemüse abzuwiegen und darum leider ein erneuter Stau entsteht. Das Pech scheint heute also endgültig auf meiner Seite zu liegen.

Am Ende des Einkaufs bleibt also festzuhalten, alles Aufregen bringt leider rein gar nichts. Auch wenn es schwer fällt, Geduld ist an der Kasse im Supermarkt wohl immer noch der beste Ausweg. In diesem Sinne, viel Glück bei der Auswahl eurer nächsten Schlange.


Text: Imke Weber