zlenahorschStell dich kurze einmal vor.

Lena: Ich bin Lena Horsch, 23 Jahre alt, komme aus Fahrenbach, bei Heidelberg. (Ich besitze Schuhe) und wollte schon seit der 5. Klasse etwas mit Theater machen. Daher habe ich mich dann für den Studiengang Theaterpädagogik entschieden.

Was ist Theaterpädagogik?

Lena:Für mich ist Theaterpädagogik, dass man mithilfe von Spielen und Übungen aus dem Bereich Theater, Kindern und Jugendlichen unterschiedlichste Themen näher bringen kann. Dazu gehören zum Beispie Themen wie Mobbing, Gewalt oder die Pubertät. Man kann also durch das Theater gesellschaftliche Probleme besser an Kinder, aber auch Erwachsene weitergeben. Allerdings ist das auch nur ein Teil der Theaterpädagogik, denn es gibt viele verschiedene Perspektiven in diesem Bereich.

Wie ist der Studiengang aufgebaut?

Lena: Wir haben im Normalfall  eine Vorlesung pro Tag, die bis zu 6 Stunden lang sein kann. Im ersten Semester, in dem ich mich befinde, haben wir uns in den Vorlesungen unter anderem mit dem Atem, der Haltung, der Stimme, der Geschichte des Theaters und auch darstellende Kommunikation beschäftigt. In den nächsten Semestern kommt natürlich noch einiges dazu.
Mir selbst gefällt die Vorlesung „Atem, Haltung, Stimme“ sehr gut, da man dort zum Bespiel viel singt. Ich habe mich vorher nicht getraut, vor einer großen Menge zu singen. Das hat sich durch die Vorlesung sehr verändert.    

Wie ist der Umgang mit euren Dozenten?

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Lena: Der Umgang ist offen und wir dürfen unsere Dozenten duzen. Da wir so ein kleiner Studiengang sind, haben wir ein gutes Verhältnis zu den Dozenten. Trotzdem darf man nie vergessen, dass es kein freundschaftliches Verhältnis ist.

Was kannst du später machen?

Lena: Man kann zum Beispiel selbst an einer Hochschule unterrichten. Oft leiten wir auch verschiedenste Kinder-, Inklusions-, Erwachsenen- und generationsübergreifende Gruppen. Als Theaterpädagoge kann man Workshops im Bereich Rhetorik, zum Beispiel im Personalmanagement oder an Schulen durchführen. Möglich ist auch, dass man eine eigene Theatergruppe aufbaut, mit der man Inszenierungen unterschiedlicher Art entwickelt.

Was muss ein Interessierter dafür mitbringen?

Lena: Man sollte theaterinteressiert sein und gerne mit Menschen jeder Genertion arbeiten wollen. Außerdem ist Flexibilität, Aufgeschlossenheit und Kontaktfreudigkeit sehr wichtig. Um zum Studium zugelassen zu werden, muss jeder an einem Aufnahmeseminar teilnehmen, wobei Improvisation, Schauspiel, Bewegung zu Musik, Textanalyse und Gruppenarbeit, sowie Gruppenanleitung eine Rolle spielt. 

 

Vielen Dank für die vielen offenen Antworten sagt das ganze Team von wo-ist-eigentlich-lingen.de!

Text: Lisa-Marie Skacel

Bild: Lena Horsch