Montagmorgen, 07:30 Uhr, der Wecker klingelt. Den Lingener Maschinenbaustudent treibt es nach einem mehr oder weniger erholsamen Wochenende pünktlich um 08:15 Uhr zur ersten Vorlesung – und in dieser beschäftigt sich der Maschinenbau-Student des 4. Semesters natürlich mit…?


Nils:
Antriebstechnik. Wir beschäftigen uns gerade mit elektrischen Motoren und deren mechanischen Wirkprinzipien. Hauptsächlich beschäftigen wir uns mit der Hydraulik, also damit, wie man mit Kraft und Flüssigkeit diverse Motoren zum Laufen bringen kann. Dafür ist es außerdem wichtig zu wissen, wie man wann wo welchen Motor sinnvoll einsetzen und auslegen kann.

Klingt nach Mathe, Mathe und noch mehr Mathe. Aber die Woche hat doch bestimmt noch mehr zu bieten?

Nils:
Aber sicher! Aktuell arbeiten wir z.B. im Modul „Produktentwicklung“ daran, eine aktive Rennsitzsimulation zu entwickeln. Für solche Praktika verbringen wir dann viel Zeit im Labor. Dabei geht es natürlich auch um Mathe, allerdings eher im praktischen Sinne! Und wenn man dann von Woche zu Woche neue Fortschritte erlebt, ist das eine willkommene Abwechslung, aber auch gelungene Ergänzung zur Theorie. Es ist eben etwas völlig anderes Funktionsketten zu abstrahieren oder eben mit den eigenen Händen etwas technisch zu erschaffen.


Nils Labor








Euer Stundenplan ist im Allgemeinen ja schon ziemlich umfangreich. Da sind die anstehenden Semesterpartys und Aktionen am Campus Lingen doch bestimmt eine willkommene Abwechslung. Passen die denn überhaupt in euren doch recht umfangreichen Stundenplan?

Nils:
Natürlich habe ich mich in erster Linie für ein Vollzeitstudium entschieden, um mich weiter zu bilden. Aber es stimmt schon, viel Freizeit gibt unser Stundenplan – vor allem im Gegensatz zu anderen Studiengängen am Campus – nicht her. Pausen zwischen den Vorlesungen nutzen wir deshalb meistens für ein Duell am Kicker. Und wenn es dann heißt „Schluss für heute“ ist man nach zehn Stunden Veranstaltung dann auch froh, endlich zuhause anzukommen. Nichtsdestotrotz möchte man natürlich auch einiges aus dieser Zeit als Student mitnehmen. Und so landet man auch das ein oder andere Mal im Anschluss an einen Vorlesungsmarathon noch spontan auf der Semesterparty.


Nils Kicker








Nils, das vierte Semester ist jetzt fast geschafft. Wie sieht dein Fazit nach zwei Jahren in Lingen aus?

Nils:
Mein Fazit fällt auf jeden Fall sehr positiv aus. Da ich selbst aus dem Emsland komme und Lingen nur wenige Kilometer entfernt liegt, war mir die Stadt auch schon vor dem Studium bekannt. Der neue Campus und die Menschen, die man in seinem Studium oder während seiner Pausen am Kicker trifft, waren mir allerdings neu. Man hat schnell sehr viele und mittlerweile auch gute Freundschaften aufgebaut und sich an die Studiensituation gewöhnt. Durch die vergleichsweise kleinen Studiengruppen lernt man vieles in kleinen Gruppen und hat so auch die Chance, zwei oder dreimal nachzufragen, wenn man etwas nicht versteht. Die Dozenten sind da ziemlich verständnisvoll und nehmen sich dann auch die Zeit für einen.

Vielen Dank für deine Zeit und Offenheit, Nils!

Nils: Gerne!


Interview u. Text: Lena Czolbe
Interviewpartner: Nils K.
Bilder: Lena Czolbe