Für jeden Studenten ist es wichtig, die Hochschulgremien zu kennen und zumindest ein bisschen darüber Bescheid zu wissen, was dort eigentlich so passiert. wo-ist-eigentlich-lingen.de hat bei StuPa Mitglied Quentin ein mal genauer nachgefragt.

wo-ist-eigentlich-lingen.de: Hallo Quentin! Stell dich doch ein mal kurz vor!

Quentin: Hi! Ich bin Quentin, 19 Jahre alt, studiere Kommunikationsmanagement hier in Lingen und bin seit März außerdem Mitglied des Studierendenparlaments der Hochschule.

 

StuPa Silke groß

wo-ist-eigentlich-lingen.de: Was genau ist eigentlich das StuPa?

Quentin: Das Studierendenparlament, oder eben auch StuPa, setzt sich aus 25 Mitgliedern zusammen, die von den Studenten bei den Hochschulwahlen gewählt werden. Jeder Student kann sich zur Wahl zum StuPisten aufstellen lassen. Dazu kommen noch zwei Vorsitzende. Die werden vom StuPa selbst gewählt. Auch dazu kann sich jeder melden.
Das StuPa entscheidet zum Beispiel darüber, wie sich das Semesterticket zusammensetzt, wählt die AStA-Referenten und Ausschüsse, verabschiedet den Haushaltsplan und bringt Projekte voran. Alles, was eben viele, wenn nicht sogar alle Studenten betrifft.

 

wo-ist-eigentlich-lingen.de: Wie bist du zu deiner Arbeit dort gekommen? Was hat dich motiviert?

Quentin: Die meisten kennen das wahrscheinlich schon aus der Schule, wenn man als Schüler einfach übergangen wird und nichts dagegen machen kann. An der Schule hat mich das auch gestört, aber hab ich nie etwas dagegen unternommen. Als ich dann erfahren habe, welche Möglichkeiten es an der Hochschule gibt, um sich für die Studenten einzusetzen, wollte ich das ändern. Ich wollte mich engagieren und Dinge bewegen. Dann hab ich mich dann auch für die Wahl zum StuPisten aufstellen lassen.

 

wo-ist-eigentlich-lingen.de: Warum gerade das StuPa und nicht z.B. Asta oder Fachschaft?

Quentin: AStA und Fachschaft sind zum Großteil fakultätsbezogen. Ich wollte etwas machen, was alle oder zumindest die meisten Studenten unterstützt.

 

wo-ist-eigentlich-lingen.de: Wie sieht deine Arbeit dort aus und was gefällt dir besonders?

Quentin: Zu meinen Aufgaben gehört es natürlich, an den Sitzungen teilzunehmen, mich in Diskussionen einzubringen und auch eigene Vorschläge zu machen. Diese müssen dann natürlich auch selber vorangetrieben und umgesetzt werden. Zusätzlich bin ich noch im Verwaltungsrat des Studentenwerks Osnabrück als einer von fünf studentischen Vertretern. Das ist ein Ausschuss, in dem es darum geht, die Interessen der Studenten der Hochschule im Studentenwerk zu vertreten, in dem ja auch noch die Universitäten Osnabrück und Vechta sitzen.

Der Austausch zwischen den ganzen Gremien und die Menge an Input, die man dadurch bekommt ist einfach überwältigend. Es gibt immer Anregungen, um das Studieren an den verschiedenen Standorten oder hochschulübergreifend zu verbessern. Und man lernt unglaublich viele Leute kennen, die mal nicht von dem eigenen Standort sind. 

 

wo-ist-eigentlich-lingen.de: Viele haben vermutlich Angst, durch die Gremienarbeit nicht mehr genug Zeit fürs Studium oder andere Dinge zu haben. Kannst du diese Angst nehmen?

Quentin: Auf jeden Fall. Da muss man keine Angst haben. Klar kommt es immer darauf an, welche Aufgaben oder Ämter man übernimmt, aber es wird nie so sein, dass man überfordert ist. Im Fall des StuPa ist es zum Beispiel so, dass die Sitzungen immer abends und einmal im Monat sind. Je nachdem, was auf der Tagesordnung steht, muss man das auch vorbereiten, aber selbst das ist meistens recht schnell erledigt. Und wenn man eigene Projekte hat und da mal Hilfe braucht, kann man andere Gremienmitglieder immer danach fragen. Die Gremien versuchen sich auch untereinander immer zu unterstützen.

 

wo-ist-eigentlich-lingen.de: Wem würdest du die Arbeit als Stupist weiterempfehlen?

Quentin: An sich jedem, der Lust hat, an hochschulweiten Entscheidungen mitzuwirken, Prozesse der Hochschulpolitik kennenzulernen und was verändern will. Jeder, der Ideen hat, wie man das Studieren besser oder angenehmer gestalten kann. Generell ist Gremienarbeit kein Hexenwerk. Jeder der da Lust zu hat, sollte es einfach versuchen.

 

wo-ist-eigentlich-lingen.de: Möchtest du noch etwas an die Studentinnen und Studenten loswerden?

Quentin: Stellt euch für die Gremien auf. Oder geht zumindest zur Hochschulwahl im Dezember. Das ist der beste Weg, um euch in Hochschulangelegenheiten einzubringen und zum Beispiel eigene Projekte und Ideen zu verwirklichen. Tretet den Gremien bei und ihr könnt mehr bewegen als ihr vielleicht denkt.

 

Vielen lieben Dank! Also liebe Studis - nehmt euch Quentins Anliegen zu Herzen und geht wählen, denn auch wenn ihr nicht aktiv in den Gremien arbeiten wollt oder könnt - die Hochschulangelegenheiten gehen uns alle etwas an! 

 

Text: Silke Nolopp / Quentin Zwaneveld

Bild: Silke Nolopp