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Wir alle kennen es. Dinge, die nur einige Monate zurück liegen, scheinen Ewigkeiten her zu sein. Eine vergangene Feier, der Schulabschluss, das letzte Treffen mit einem Freund. Andererseits verfliegt die Zeit auch hin und wieder und scheint an uns vorbei zu rauschen. So zum Beispiel ein Wochenende Urlaub oder die vergangen drei Semester. Immerhin ist mein drittes Semester jetzt fast vorbei, dabei fühlt es sich an, als hätte ich erst gestern angefangen in Lingen zu studieren.

Während man sich durch die Woche schleppt, der ein oder andere Tag einfach nicht umgehen will, stellt man am Sonntag jedoch fest, wie kurz die Woche doch war. Schaut man auf die Uhr, weil man auf die Pizza im Ofen wartet, können 15 Minuten ewig dauern. Genauso ist es beim Sport. 30 Sekunden Plank - eine unfassbar lange Zeit. Doch wenn man nur noch fünf Minuten hat, bis die Bahn abfährt, rennt die Zeit uns davon und wir ihr hinterher. 

Ich bin mir sicher, ihr kennt die Situationen, die ich hier beschrieben habe. In der Wissenschaft gibt es die verschiedensten Theorien zu diesen Gefühlen, im Internet ganze Websites nur zum Thema Zeit. Ich möchte jetzt nicht in eine solch komplexe Theorie einsteigen. Albert Einstein hat zu seiner Zeit jedoch schon eine einfache Erklärung für unser schwankendes, mal fliegendes dann schleichendes Zeitempfinden gefunden:

"Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität." Ein sehr passendes Beispiel wie ich finde. Ein ähnliches könnte man mit meiner Tiefkühlpizza und der Bahn aufstellen - aber belassen wir es bei Einstein und seinem Mädchen.

 

Ich wünsche euch einen schönen Start in die Adventszeit, eure Vici