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Traumhafte Sonnenuntergänge am anderen Ende der Welt, Gym-Pics, Healthy-Food-Posts und romantische "Couple-Goals" Bilder - Millionen von Instagram-Nutzern scheinen das perfekteste Leben zu führen. Sie reisen durch die ganze Welt, sind fit, ernähren sich gesund und haben noch dazu den süßesten Boyfriend eveeeer. Glaubt man jedenfalls, wenn man durch das soziale Netzwerk surft. Wen verfolgt bei all der Perfektion nicht schon einmal der Selbstzweifel am eigenen Körper oder der Wunsch auch so ein "Traveler" zu sein? 

Was wir dabei oft verdrängen: Es sind nur Bilder. Ausschnitthafte Aufnahmen aus gut getroffenen, vielleicht sogar arrangierten Momenten eines Lebens, das genauso seine Höhen und Tiefen hat wie das Eigene. Filter zaubern perfektes Licht und ein Salat-Post bedeutet noch lange nicht, dass als Mitternachtssnack nicht eine Tüte Chips geöffnet wird. Trotzdem lassen sich viele von uns beeinflussen, ob wir es wahr haben wollen oder nicht. 

Doch warum deinstallieren wir Instagram und Co. nicht einfach? Keine perfekten Bilder aus vermeintlich perfekten Leben vermeintlich perfekter Personen mehr, die grübeln lassen, ob das Leben perfekt genug ist. Denn ja, das ist es! Wir vergessen oft zu sehen, was in unserem eigentlichen realen Leben gerade wundervolles passiert, mit welchen großartigen Menschen wir unsere Zeit verbringen und welche schönen Momente wir erleben.

Wenn also mal wieder der Selbstzweifel anklopft denkt daran, dass die meisten Bilder kein Schnappschuss, sondern der hundertste Versuch für das optimale Instagrambild sind. Schaut euch um. Auch ihr sitzt mal in einem gemütlichen Café mit einer Freundin zusammen oder habt ein romatisches Date mit eurem Freund - ihr müsst es bloß nicht der ganzen Welt zeigen, denn das ist ein Moment, der nur euch gehört.

 

 

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag, eure Vici