Pendeln 600x450Die Zusage für den Studienplatz in Lingen ist sicher. Die Freude ist groß, aber was machst du, wenn du nicht nach Lingen ziehen kannst? Vielleicht kannst du dir einen zweiten Wohnsitz nicht leisten, oder hast eine tolle WG, aus der du nicht ausziehen möchtest? Freunde, Familie, die Beziehung oder Hobbies können ebenfalls Gründe sein, warum du pendeln musst oder willst. Aber jeden Tag 30, 60 oder 90 Minuten zur Hochschule fahren. Ist das überhaupt machbar und wie sehr leidet das Studentenleben darunter?

Pendeln mit der Bahn

Zugausfälle, Verspätungen und volle Zugabteile das sind die Vorurteile über das Pendeln mit der Deutschen Bahn. Leider kann das mal passieren, aber zum Glück ist es die Ausnahme. Denn das Pendeln mit der Bahn hat auch viele Vorteile. Die Zeit im Zug kann gut zur Vor- und Nachbereitung der Vorlesungen und Seminare genutzt werden. Falls der Tag schon anstrengend genug war, kannst du die Zeit auch zum Entspannen oder für Gespräche mit Kommilitonen und Freunden nutzen. Die Kontrolleure in der Regionalbahn kennt man mittlerweile auch schon ziemlich gut und die Sammlung von lustigen Bahn-Geschichten wird auch immer länger. Es wird im Zug also nie langweilig. Es gibt viele Studenten am Standort Lingen die mit dem Zug pendeln. Der Grund dafür sind vor allem auch die guten Zugverbindungen nach Münster, Rheine und Osnabrück. Als Student mit dem Niedersachsen-Ticket verursacht das Pendeln keine zusätzlichen Kosten. Selbst die Verbindung nach Münster ist im Ticket enthalten.

Pendeln mit dem Auto

Pendeln mit dem Auto, ist das nicht zu teuer und zu anstrengend? Durch das Autofahren entstehen zusätzliche Kosten, die durch die Nutzung des vorhandenen Semestertickets nicht entstehen würden. Das Autofahren ist manchmal anstrengend, da man sich auf die Strecke und die Fahrt konzentrieren muss. Allerdings bilden sich manchmal Fahrgemeinschaften, die sich mit dem Fahren abwechseln und dadurch auch die Kosten teilen. Außerdem ist man mit dem Auto viel flexibler als mit der Bahn. Es besteht jederzeit die Möglichkeit loszufahren ungebunden von Zeitplänen, Zugverspätungen oder gar Zugausfällen. Am Campus Lingen gibt es zwei Parkplätze, die zum Parken genutzt werden können. Sollten diese allerdings voll sein, muss man auf andere Parkmöglichkeiten ausweichen. Frei nach dem Motto „First come first served“.

Fazit

Natürlich muss man sich an das Pendeln erst einmal gewöhnen. Manchmal kann es anstrengend sein und manchmal merkt man gar nicht, dass man mehrere Stunden in der Woche für die Fahrt verbraucht. Generell lässt sich sagen, dass es immer Vor- und Nachteile gibt. Wie zum Beispiel Freistunden zwischen den Vorlesungen, in denen man nicht mal eben nach Hause fahren kann. Oder der Wecker, der einen früh morgens aus dem Bett klingelt, während die Kommilitonen noch mindestens eine Stunde schlafen können. Auch Studentenpartys und Kneipenbesuche können beim Pendeln zu kurz kommen. Mit einer guten Planung ist es aber möglich, alles unter einen Hut zu bekommen. Und meistens lohnt sich dieser Aufwand. Man verbringt die Fahrt mit Gleichgesinnten, baut neue Fahrgemeinschaften und Freundschaften auf, erlebt lustige und ungewöhnliche Dinge und man weiß, dass am Ende des Tages die schöne WG, die Hobbies oder die Liebsten zu Hause warten.

 

Bild/Text: Natalie Lunemann