WintermüdigkeitIm Sommer hat man oft das Gefühl, dass einem absolut gar nichts die Laune verderben kann. Am See in der Sonne liegen, ab und zu ins kalte Wasser springen und zwischendurch ein Stück Melone essen – so lässt es sich leben. Das Licht, das hierbei die gesamte Zeit von den Augen aufgenommen wird, regt die Produktion des Hormons Serotonin an. Dadurch fühlen wir uns unbeschwert und glücklich. Im Gegensatz dazu sorgt das Hormon Melatonin dafür, dass wir müde werden. Da wir aufgrund der kürzeren Tage in der Winterzeit weniger Tageslicht ausgesetzt sind, wird auch weniger Serotonin produziert. Aus diesem Ungleichgewicht entsteht ein Überschuss an Melatonin. Dadurch kann es sein, dass im Winter bereits tagsüber ein Müdigkeitsgefühl einsetzt und wir uns schlapp und kraftlos fühlen. Gut ist jedoch, dass man dagegen etwas unternehmen kann – hier kommen ein paar Tipps und Tricks, wie ihr die Wintermüdigkeit problemlos übersteht.

Licht, Luft und Bewegung

Um das Gleichgewicht von Serotonin und Melatonin wiederherzustellen, ist es ratsam, mindestens ein Mal am Tag die gesamte Wohnung zu lüften. Frischluft und Tageslicht sind in dieser Jahreszeit besonders wichtig. Also nutzt jede Möglichkeit, mit dem Fahrrad (anstatt mit dem Auto) zum Supermarkt zu fahren oder geht am Kanal spazieren. Wem das nicht reicht, der sollte unbedingt versuchen, regelmäßig Sport zu treiben. Am besten drei Mal die Woche, denn Bewegung stärkt das Immunsystem und sorgt dafür, dass man sich fitter fühlt. Wenn Joggen oder ähnliches draußen nicht mehr möglich ist, dann ist ein Fitnessstudio auch eine gute Option. Noch ein kleiner Tipp: Nach dem Sport beim Duschen zwischen heißem und kaltem Wasser wechseln. Dabei jedoch immer mit der warmen Dusche beginnen und langsam die Temperatur ändern. Das bringt den Kreislauf zusätzlich in Schwung und steigert die Durchblutung.

Gesunde Ernährung und viel Trinken

Abwehrkräfte stärken geht vor allem mit einer ausgewogenen gesunden Ernährung. Von deftigem Essen wird man nämlich nur noch müder. Vergesst also nicht, genügend Vitamine zu euch zu nehmen. In der Winterzeit kann es nämlich noch häufiger zu einem Mangel an wichtigen Vitaminstoffen kommen. Auch wenn es draußen oft kalt ist und man denkt man schwitzt nicht, muss der Wasserhaushalt gut versorgt werden. Zwei bis drei Liter am Tag braucht der Körper, um voll funktionsfähig zu sein. Ansonsten leiden die Konzentration und die Leistungsfähigkeit. Wem Wasser zu langweilig ist, der kann beispielsweise auch mit verschiedenen Teesorten die Flüssigkeitszufuhr variieren.

Family & Friends

Gemeinsam lässt sich das Müdigkeitsgefühl einfacher besiegen. Fragt eure Freunde öfter, ob ihr etwas unternehmen wollt: Egal ob Kino, Essen gehen, Weihnachtsmarkt, Shoppen oder Feiern, Hauptsache ihr seid zusammen, könnt euch austauschen und gemeinsam lachen. In einer Gruppe wird es nie langweilig und die Ablenkung tut in der kalten grauen Jahreszeit auch sehr gut.

Egal für welche Strategie(n) ihr euch entscheidet, es wird sicher helfen, dass in Zukunft nicht mehr das ständige Müdigkeitsgefühl aufkommt. Denn auch im Winter sollte es Momente geben, in denen wir denken: „Absolut gar nichts kann mir jetzt die Laune verderben“. Also: Ruft euren besten Freund an, zieht euch warm an und ab geht’s an die frische Luft – danach könnt ihr euch bei einer heißen Tasse Tee wieder aufwärmen…

 

Text/Bild: Svenja Heitmann