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Bekommt ihr zuhause nichts zu essen?

 

 

Am frühen Morgen in der Hochschule sein zu müssen, kann schon mal anstrengend sein. Vor allem, wenn es am Abend davor spät geworden ist… 

So saß ich also neulich in der Bibliothek, bis mir wortwörtlich die Augen zufielen. Ich beschloss, dass der dritte Kaffee an diesem Morgen dringend nötig sei und machte mich auf Richtung Mensa. Ein Hoch auf Koffein! 

 

Bis ich mit meinem Becher flüssigem Gold wieder an meinem Platz in der Bibliothek war, war über eine halbe Stunde vergangen. Ich war genervt und kurz davor, im Stehen einzuschlafen. 

Woran das lag? Ohne mir etwas dabei zu denken, bin ich gegen 11:20 Uhr in die Mensa gegangen. Nicht ahnend, dass in ein paar Minuten das Mittagessen beginnen würde.

Als sich gerade die Türen für mich öffneten, stürmten Dutzende Studenten in Erwartung von Schnitzel mit Jus in Richtung Theke. Wie ausgehungerte Wildtiere! Damit aber nicht genug: Bevor die Essensausgabe wirklich losging, dauerte es noch mal zehn Minuten. Die Schlange wurde länger und länger, die Wartenden ungeduldiger. Man hörte die Bäuche quasi schon knurren.

Ich stand also zwischen all den hungrigen Studenten, die ausgehungert auf ihr Essen warteten. Dabei wollte ich doch nur meinen Kaffee! 

 

Drei Sachen habe ich an diesem Tag gelernt.

Erstens: Komm bloß niemals, wirklich niemals auf die Idee, dir zu Beginn der Mittagspause eine Kleinigkeit aus der Mensa holen zu wollen.

Zweitens: Kein Wunder, dass Cheeseburger und Kroketten um 13:15 Uhr schon vergriffen sind.

Drittens: Wer es nicht schon vorher wusste, weiß es jetzt: Die Damen in der Mensa machen wirklich einen super Job. Mit der Wildtierfütterung ist nämlich nicht zu spaßen. 

 

In diesem Sinne: Stay hungry, stay foolish! 

Ich wünsche euch einen gesättigten Tag, eure Vicky