Innerer SchweinehundPrüfung? Wann? In  4 Wochen? Na, dann. Ist ja noch Zeit! 

Prüfung?? Wann?? In 2 Wochen?? Erst einmal aufräumen…

Prüfung??? Wann??? In 3 Tagen??? Mh..schieben oder Bulimielernen?!

 

Kennst du das? Du stehst kurz vor einer Prüfung und solltest langsam mal mit dem Lernen anfangen? Doch auf einmal fällt dir auf, wie viele unbeantwortete E-Mails in deinem Postfach warten oder wie unaufgeräumt und schmutzig dein Zimmer ist?! 

Herzlich Willkommen in der Welt deines inneren Schweinehunds.

 

Unser innerer Schweinehund ist Meister, wenn es darum geht Dinge aufzuschieben. Da stehen dann selbst unangenehme Aufgaben, wie Zimmer aufräumen oder Putzen, vor dem Lernen. Immer, wenn wir uns zu etwas aufraffen oder überwinden müssen, ist er zu Stelle – unser innerer Schweinehund.

 

Natürlich versuchen wir uns gegen ihn zu wehren. Da fallen dann gute Vorsätze wie „Ab morgen mache ich alles anders!“ oder „Ich muss bald anfangen zu lernen!“. Doch bereits beim Aussprechen dieser Sätze, sollte man ihre geringe Überlebenschance bedenken. So sind wir allein schon durch das Wörtchen „alles“ dermaßen überfordert, dass wir nicht wissen, wo wir überhaupt anfangen sollen. Oder das Wort „muss“ stellt uns direkt unter Druck, sodass wir beim Denken an unser Vorhaben schon Panik bekommen. 

 

Doch wie schafft man es, solche leeren Versprechungen zu vermeiden?

Am besten ist es, sich gleich zu Beginn eines neuen Vorhabens eindeutig dafür oder dagegen zu entscheiden. So kann unser Ziel nicht durch Zweifel gefährdet werden und die Angriffsfläche für unseren inneren Schweinehund verkleinert sich.

Hilfreich ist auch ein klarer Zielplan. Er sollte möglichst realistisch, messbar, terminiert und am besten positiv formuliert sein. Solche Pläne können unseren Erfolg aufzeigen und hinterlassen ein positives Gefühl. Nicht umsonst sind viele Menschen Fans von To Do-Listen, auf denen man jede Kleinigkeit abhaken kann und sich freut, wenn wieder etwas erledigt ist. 

Wichtig ist auch, dass wir unser Tun nicht lange aufschieben. Außerdem: meist folgt beim Handeln automatisch die Motivation. Und worauf eigentlich warten??

Am Ende unseres erfolgreichen Meisterns des Vorhabens, dürfen wir nicht vergessen uns zu belohnen! Das macht es uns das nächste Mal leichter, etwas Neues anzugehen. 

 

Also nochmal zusammengefasst: Um dem inneren Schweinehund den Kampf anzusagen, sollten wir herausfinden, wann und wo er sich in unserem Alltag einschleicht, unser Vorhaben klar vor Augen haben und uns für jeden Sieg über ihn belohnen.

Denn das Leben ist zu kurz, um uns Zeit klauen zu lassen!

 

 

Text/Foto: Nina Weber