gesunde ernährungImmer wieder nimmt man sich doch vor, die gesunde Ernährung jetzt wirklich mal durchzuziehen und dabei möglichst konsequent zu sein. Allzu oft sind diese guten Vorsätze leider zum Scheitern verurteilt und werden nach der anfänglichen Motivation nur noch halbherzig beachtet. Das Problem: Wie funktioniert denn so eine gesunde Ernährung überhaupt wirklich? Muss es immer nur Salat sein? Und was kostet mich das alles überhaupt?

 

Nachdem in letzter Zeit die Einführung einer „Lebensmittelampel“ in Deutschland diskutiert und schließlich abgelehnt wurde, dürfte für Einige unter uns die Frage offenbleiben, wie man sich sonst schnell und ohne besondere Kenntnisse gesund und ausgewogen ernähren kann. Auch wenn man kein Ernährungsexperte ist, gibt es ein paar kleine Tricks, die ihr bei eurem nächsten Einkauf im Hinterkopf behalten könnt.

Zuerst solltest du dir darüber bewusst sein, dass gesund Essen nicht bedeutet jeden Tag von morgens bis abends nur Salat und Gemüse zu essen. Gesund Essen bedeutet vor allem auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Das bedeutet: Getreideprodukte, Milchprodukte, Obst, Gemüse, Fisch und auch Fleisch. Wer mit einer gesunden Lebensweise beginnen möchte, sollte zu Anfang erstmal auf das offensichtlichste zurückgreifen: Viel Trinken ist das A und O! 1,5 bis 2 Liter solltet ihr dabei schaffen. Wer nicht den ganzen Tag nur Wasser trinken möchte, kann alternativ auch zu einem leckeren Tee greifen.

Wenn ihr euch dann an das Einkaufen weiterer Lebensmittel machen wollt, gibt es noch ein paar kleine Tricks, die euch helfen dies gesünder zu gestalten. Eine ganz einfache Maßnahme, die Ernährung zu verbessern, ist das Austauschen einiger Getreide- und Weizenmehlprodukte. Dieser Schritt ist leicht getan. Einfach Reis, Nudeln oder auch Brot gegen die ballaststoffreichere Vollkornvariante ersetzen. Vollkornprodukte halten euch länger satt und lassen den Blutzuckerspiegel weniger ansteigen als Produkte aus Weizenmehl. Außerdem sollten sich die Kosten für die Produkte dabei kaum bis gar nicht unterscheiden.

Sobald es dann an Obst und Gemüse geht, sollten saisonale Produkte in jedem Fall bevorzugt in eurem Einkaufskorb landen. Der Vorteil: Saisonales Obst und Gemüse ist meist frischer. Beispielsweise habt ihr die Möglichkeit, euch im Sommer frische Erdbeeren aus der Region zu kaufen, die nicht erst hunderte vom Kilometern zurücklegen mussten, bevor sie im Supermarkt gelandet sind.

Falls ihr bei eurer Ernährung auch auf Fleisch nicht verzichten könnt, solltet ihr es richtig anstellen. Das bedeutet: Zwei- bis dreimal die Woche reicht es vollkommen aus. Dabei solltet ihr dann vor allem auf mageres Fleisch wie zum Beispiel Pute oder Hähnchen setzen. Ein geringerer Konsum von Fleisch kommt nicht nur eurer Gesundheit zu Gute, sondern vor allem auch der Umwelt und den Tieren. Darüber hinaus spart ihr sogar noch Geld, was für einen Großteil der Studenten ein weiterer netter Nebeneffekt sein dürfte.

Wenn ihr dann vom Einkaufen zurück seid und euch nach dem Kochen schließlich ans Essen machen wollt, versucht auf die Portionsgrößen zu achten. Das heißt auf keinen Fall, dass ihr hungern sollt! Teilt euch einfach kleinere Portionen ein und kocht keine übertriebenen Mengen. Denn das verleitet euch leicht dazu, mehr zu essen, als eigentlich notwendig gewesen wäre. Also: Nur essen bis ihr satt seid und nicht überessen. Das ist ungesund und führt dazu, dass ihr euch träge und müde fühlt. Wer sich mit dem Einteilen kleinerer Portionen etwas schwer tut, kann zu Beginn auch für Hauptmahlzeiten kleinere Teller benutzen. Selbst wenn ihr euch dann den kleinen Teller komplett vollpackt, habt ihr immer noch eine kleinere Portion als wenn ihr dasselbe bei einem großen Teller macht.

Aber egal ob ihr euch nun dazu entscheidet, diese kleinen Tricks mit in euren Alltag aufzunehmen oder nicht, das Wichtigste ist es doch, dass ihr nie den Genuss verliert!  

 

Text: Benita Giehler

Bild: Daniel Vincek/Fotolia