23342892Die Insel Bali gehört zu Indonesien und liegt im Indischen Ozean. Lisa-Marie studiert Kommunikationsmanagement an der Hochschule Osnabrück und hat sich dafür entschieden, ihr fünftes Semester auf Bali zu verbringen und den Campus in Lingen für vier Monate gegen die Universität in Jimbaran einzutauschen. Jimbaran liegt im Süden Balis.

 

 

Warum Bali?

Lisa-Marie: „Ein Auslandssemester auf Bali zu verbringen, ist im Vergleich zu anderen Ländern oder Städten wie beispielsweise Australien oder L.A. viel günstiger, da die Studiengebühren hier sehr viel niedriger sind. Ich habe mit anderen Kommilitonen über das Thema gesprochen und erfahren, dass sie auch ein Auslandssemester auf Bali verbracht haben. Deshalb wusste ich, dass die Kurse hier angerechnet werden können und alles reibungslos verläuft.“

 

Die Organisation im Voraus

Lisa-Marie: „Der Aufwand für die Planung im Voraus war recht gering. Ich habe mich bereits im Februar beworben und musste nur einen kurzen Text für die Bewerbung schreiben. Ich konnte mich ganz einfach über die Internetseite der Universität bewerben und musste nur einen Informationsbogen ausfüllen und das Online-Formular abschicken. Dann habe ich noch einen Brief mit Informationen bekommen, welche Unterlagen ich noch nachreichen muss. Dazu gehörte beispielsweise eine aktuelle Immatrikulationsbescheiniung. Einen finanziellen Nachweis oder ähnliches habe ich nicht einreichen müssen.“

 

Verständigung mit Händen und Füßen? Von wegen!

Lisa-Marie: „Die Sprache, die hier auf Bali gesprochen wird, heißt Bahasa. Es ist die einfachste Sprache, die ich je gelernt habe! Wir lernen die Sprache in einem Kurs der Universität und schreiben auch zwei Tests. Als Kommunikationsmanagement-Studentin bekomme ich den Kurs allerdings nicht angerechnet. Mit vielen Leuten kann man hier natürlich auch Englisch sprechen.“

 

1234556Die Unterkunft

Lisa-Marie: „Ich wohne in einer Apartmentanlage in Kerobokan. Dort werden neun Zimmer einzeln vermietet. Die Entfernung zur Uni ist zwar etwas größer, dafür ist es hier viel schöner und es ist viel mehr los. Der Uni-Campus ist mit dem Roller in rund 35 Minuten zu erreichen, je nach Verkehrsaufkommen. Das ist recht weit, allerdings sind die Spritpreise und auch die Miete für den Roller echt günstig. Der Roller kostet nur 45 Euro im Monat.“

 

Das Studentenleben

Lisa-Marie: „Ich habe nur an drei Tagen pro Woche Uni, nämlich montags, dienstags und mittwochs. Es gibt hier keine Studentenpartys, wie wir sie kennen, da die Organisation, mit der ich das Auslandssemester geplant habe, die Partys veranstaltet. Hier ist aber eigentlich immer etwas los, weil auch die WGs untereinander Partys planen. Allein von unserer Fakultät in Lingen (Management, Kultur und Technik) sind zurzeit vier Deutsche hier. Auch von anderen Fakultäten haben sich einige Studentinnen und Studenten für ein Auslandssemester auf Bali entschieden, sodass wir insgesamt acht Deutsche sind. Wir kennen uns untereinander und insgesamt ist der Anteil der Studierenden aus Deutschland hier sehr hoch. In der Organisation, mit der ich mein Auslandssemester geplant habe, kommen über 50 Prozent der Studentinnen und Studenten aus Deutschland. Bei anderen Organisationen liegt der Anteil der Studierenden aus Deutschland bei fast 90 Prozent.“

 

Klausuren, Tests und Hausarbeiten

Lisa-Marie: „In dieser Woche schreibe ich meine midtests. Insgesamt schreibe ich eine Klausur, eine Gruppenklausur, eine Hausarbeit und muss einen Businessplan erstellen. Der Aufwand für die Uni ist aber relativ gering. Ich belege insgesamt fünf Module, von denen mir drei angerechnet werden."

 

Und sonst so?

Lisa-Marie: „Bali ist eine arme Insel, damit muss man klarkommen. Hier ist alles sehr günstig. Es ist sogar günstiger, wenn man essen geht, als wenn man etwas einkauft und es dann selbst zu Hause kocht. Ich habe hier eine super schöne Zeit und kann auf jeden Fall empfehlen, ein Auslandssemester auf Bali zu machen.“

 

 

Text: Hanna Kollmann

Fotos: Lisa-Marie Skacel