CoG GesaJeden Mittwoch um 17 Uhr treffen sich im Durchschnitt fünf Teilnehmer mit fünf Studenten im Raum KD0002, um für ungefähr eineinhalb Stunden gemeinsam Deutsch zu lernen und miteinander zu reden.

Beim Sprachtreff geht es nicht darum, die deutsche Grammatik perfekt zu beherrschen, alle Regeln zu kennen und diese auch einwandfrei weiter vermitteln zu können, sondern einzig und allein darum, gemeinsam zu üben. Es geht darum, den Teilnehmern die Angst davor zu nehmen,

deutsch mit Muttersprachlern und im Alltag zu sprechen, denn wie jeder weiß: Übung macht den Meister.

Jeden Mittwoch gibt es ein anderes Programm, immer aufgebaut nach dem gleichen Prinzip.
Erst einmal wird in großer Runde über alltägliche Themen geredet. Wie war das Wochenende? Was macht ihr an Ostern? Wollt ihr euch nochmal alle vorstellen? Oft beginnen die Treffen noch relativ ruhig und still, spätestens nach der ersten Gesprächsrunde kann davon jedoch nicht mehr die Rede sein.

Nachdem sich in der Gruppe über verschiedene Themen, oftmals auch über Privates ausgetauscht wurde, geht es los mit der „Eins zu Eins“-Betreuung. Jede Woche haben die Teilnehmer die Chance, sich für die folgende Woche ein Thema zu wünschen, an dem sie gerne intensiver arbeiten würden. Oft sind es Wünsche wie die, einen Brief zu schreiben, ein paar Grammatikregeln zu wiederholen oder Bilder zu beschreiben. Es gibt also immer wieder ein buntes Programm, bei dem für alle etwas dabei ist.

Moment! Grammatikregeln? „Ich dachte man muss keine Grammatik können, um am Sprachtreff teilzunehmen?“ Richtig! Muss man auch nicht. Viele der Teilnehmer besuchen in Ihrer Freizeit Deutsch-Kurse an der Volkshochschule und lernen dort alles Nötige über die deutsche Grammatik und ihre Eigenarten. Wenn sich jemand wünscht, etwas Grammatik zu wiederholen, dann reicht es normalerweise „nach Gefühl“ zu korrigieren. Die Regeln selbst können die meisten Teilnehmer besser als die Studenten. Und wenn nicht? Dann wird das Handy gezückt und gegoogelt bis man sich einigen konnte, was denn jetzt ein Hauptsatz ist und was ein Nebensatz.

Was als ein Projekt mit klarer Leitungsstruktur und teilweise bis zu 20 Teilnehmern startete, ist jetzt, fast zwei Jahre späte,r geschrumpft auf ein Projekt mit nur noch knapp fünf regelmäßigen Teilnehmern. Geleitet wird das Projekt mittlerweile aus einer Gruppe verschiedener Studenten, die sich über eine Whatsapp-Gruppe absprechen und das Projekt somit am Leben halten.

Auffällig ist, dass überwiegend Duale- und Kommunikationsmanagement-Studenten an dem Projekt teilnehmen. Das hat zur Folge, dass alle drei Monate, wenn der Wechsel zwischen der Theorie- und Praxisphase im Institut für duale Studiengänge ansteht, umstrukturiert werden muss und ein Ausfall des Sprachtreffs droht, sobald sich eine Veranstaltung bei den Kommunikationsmanagern mit dem Termin überschneidet.

Die Leitung des Sprachtreffs ist dementsprechend immer bemüht neue Studenten aus anderen Studiengängen anzuwerben, in der Hoffnung, dass eine größere Vielfalt von Studiengängen auch wieder mehr Teilnehmer anlocken könnte. Natürlich sind auch Personen, die nicht studieren, herzlich eingeladen, sich ein eigenes Bild der kleinen Gruppe zu machen.

Wer also Lust hat, einmal eine völlig andere Kultur kennen zu lernen, in einer kleinen Gruppe Menschen zu treffen und ihnen mit der deutschen Sprache zu helfen, ist immer herzlich eingeladen, zum Sprachtreff jeden Mittwoch um 17.00 Uhr im Raum KD 0002 zu kommen.

 

 

Text: Gesa Schrot
Bild: CampusTV