Das vierte Mal Barcamp Ems. Das Thema: "Licht und Schatten der Digitalen Welt". Das Konzept: Locker, flexibel, alles wird konstrutiv diskutiert.

Barcamp 1Hinein in das Chaos

Um 10.00 Uhr der Startschuss. Die Veranstaltung wurde per Video eingeleitet und der Kern des Ganzen noch einmal erklärt: 'Es werden vorbereitete oder spontane Vorträge gehalten, während sich das Publikum mit Diskussionsbeiträgen oder Ideen zum Thema beteiligt. Das Du ist Pflicht und jeder kann sich beteiligen'. Nach einer kurzen Kennenlernrunde für die rund 50 Teilnehmer, die gemeinsame Planung des Verlaufs. Erst jetzt wurden die genauen Inhalte bekannt.


In sechs Sessions, elf Vorträge - noch.

Die Themen waren vielfältig, hatten aber eines gemeinsam: Alles Wissen stammte aus der Praxis und gab Anlass zum Nach- und Mitdenken. Alles war ausgerichtet auf kleine und mittelständische Unternehmen. Die Vortagsinhalte gingen vom IT-Recht und seinen Spielräumen über soziale Medien, Kundegewinnung und Social-Recruiting, bis zum Hacking und Betriebsspionage mit 60-Euro-Utensilien von Amazon. Auch Apps und Strategien wurden von Unternehmern vorgestellt und Ideen und Feedback gesammelt.
Inspiriert von den Vorgängern entschlossen sich noch drei weitere Teilnehmer zu einer Spontandarbietung, unter anderem auch ein Zweitsemester des Instituts für Kommunikationsmanagement. Die Planung wurde kurzer Hand angepasst, optimiert und noch weitere eineinhalb Stunden Vortragszeit ermöglicht. Ein echtes Barcamp eben.

 

Der heiße HelmAlles multimedial

Jeweils eine Diskussionsrunde pro Session wurde per Livestream übertragen. Der letzte Vortrag wurde zudem mit professioneller Kameratechnik, vom Campus TV der Hochschule Osnabrück, dokumentiert. Während den Vorträgen war twittern ausdrücklich erwünscht und zur Abrundung, ging auch noch der „heiße Helm“ durch die Veranstaltungsreihen. Dieser wechselte alle fünf Minuten pünktlich seinen Besitzer und filmte alles, was der Träger sich ansah.


Auszeit, Verpflegung und ein gemütliches Ambiente

Neben den Vorträgen gab es wie angekündigt auch eine Gamer-Lounge. Dort konnte auf zwei alten Konsolen Retro-Spieleklassiker wiederbelebt werden. Das heimische Gefühl wurde durch Liegestühle verstärkt.
Mit reichlich belegten Brötchen und Getränken wurde das Gehirn ausreichend versorgt. Lasagne und Salaten förderten private oder auch unternehmerische Gespräche, zur Mittagspause.
Einen kollektiven Ausklang fand die Veranstaltung dann bei einem inoffiziellen Grillabend, mit circa 30 Teilnehmern, Fleisch und Bier.


Die Barcamp-Erfahrung

Als Student betrachtet war das Barcamp für jemanden, der sich für die Grundzüge des Themas Medien und Geschäftwelt interessiert, nicht nur informativ, sondern spannend. Anders als meist in Vorlesungen, wird hier Wissen keineswegs aus rein theoretischen Ansätzen vermittelt, sondern ausschließlich aus praktischer Erfahrung und Kompetenz. Vor allem durch den hohen Grad an Glaubwürdigkeit wird der Inhalt sehr einprägsam. Die lockere Atmosphäre ermutigt schnell zu eigenen Wortbeiträgen, auch wenn man selbst gar nicht von sich erwartet hätte, der Veranstaltung einen Mehrwert zu zusteuern. Also keine Angst man könne fehl am Platz sein!
Kurz: Das nächste Barcamp wird definitiv im Kalender vorgemerkt.

 

Text: Sebastian Joppien
Bilder: Alexander Bose, it.emsland