ENGAGEMENT

Viva con Agua

 
Mit Sprudel, still, mit Geschmack, fancy Früchten, aus dem Supermarkt oder einfach aus dem Hahn - aber auf keinen Fall schmutzig: So kennen wir Wasser. Für uns ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser etwas Selbstverständliches. Das ist aber leider nicht überall auf der Welt der Fall. Rund 8% der Weltbevölkerung (das sind ca. 528 Millionen Menschen) haben kein sauberes Trinkwasser. Aus diesem Grund gründeten die Spieler des FC Sankt Pauli 2005 den Verein „Viva con Agua Sankt Pauli e.V.“.  Weltweiter menschenwürdiger Zugang zu sauberem Trinkwasser und eine sanitäre Grundversorgung – das versucht der Verein mit Hilfe von Spenden zu schaffen.
Mittlerweile ist Viva con Agua jedoch nicht mehr nur auf Sankt Pauli zu finden, sondern es haben sich mehrere Crews in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz gebildet. Die nächste Crew hier ist „Viva con Agua Osnabrück“, die nun schon seit fast 11 Jahren besteht. Aber auch in Lingen haben wir eine kleine Gruppe von engagierten Supportern gefunden, die Lust haben, etwas zu bewegen.
Die Arbeit bei Viva con Agua ist nicht nur sozial, ehrenamtlich und sieht gut auf dem Lebenslauf aus, sondern macht wirklich Spaß. Denn jeder hat die Möglichkeit seine eigenen Ideen einzubringen und kann sich nach eigenem Willen und Zeitkapazitäten mehr oder weniger engagieren. No pressure also - alles kann, nichts muss.
 

Welche Projekte verwirklicht Viva Con Agua?

Das Ziel der Aktionen ist es, auf die Themen WAter, Sanitation und Hygiene, also kurz WASH, aufmerksam zu machen und Spenden für Wasserprojekte in verschiedenen Ländern zu sammeln. Bei diesen Projekten arbeitet VcA eng mit der Welthungerhilfe zusammen. Derzeit laufen Projekte in Äthiopien, Nepal, Ruanda und Uganda. In Zusammenarbeit mit den dort lebenden Menschen werden zum Beispiel Toilettenanlagen und Handwascheinrichtungen an Schulen gebaut. Zu den Hauptaufgaben gehören aber auch Aufklärungsarbeit und Hygieneschulung.
 

Wie funktioniert das Spendensammeln bei Viva Con Agua?

Viva Con Agua ist hauptsächlich auf Konzerten und Festivals - hier vor allem in der EmslandArena - zu finden. Dort stehen meistens zwei bis drei Leute an einer schön bemalten, blauen Tonne und schwenken die Viva Con Agua-Fahne. Halte also einfach mal bei deinem nächsten Event-Besuch Ausschau nach der weißen Fahne. Die Crew-Mitglieder freuen sich immer, wenn sie angesprochen werden und mehr über die Projekte und VcA erzählen können. Viva Con Agua geht nämlich nicht aktiv auf Leute zu, da sie niemanden nerven und zu Spenden überreden wollen. Die Leute sollen aus eigener Motivation auf sie zukommen und wenn sie möchten, ihren Pfand in die Tonne werfen, anstatt ihn an der Theke abzugeben.
Neben der klassischen Becherjagd sind die Viva con Agua-Mitglieder auch öfter mal an Infoständen zu finden oder organisieren Bildungsaktionen an Kitas und Schulen. Und es gibt natürlich das VcA-Wasser sowie Merch zu kaufen, deren Erlöse in die Projekte investiert werden.
 

Wie du mitmachen kannst?

Schau doch einfach bei der VcA Crew in Osnabrück vorbei. Die Crew-Treffen finden jeden ersten Dienstag und dritten Donnerstag im Monat im Haus der Jugend Osnabrück statt. Genauere Angaben findest du auf der Facebook-Seite. Für Vorabinformationen oder sonstige Fragen kannst du den Mitgliedern von VcA Osnabrück aber auch einfach über Facebook oder per E-Mail an osnabrueck@vivaconagua.org schreiben oder dich gerne auch bei mir melden.
Werde ein Tropfen und hilf mit unter dem Motto: „Wasser für alle – alle für Wasser!"


Zero Waste


Zero Waste, aber was ist das eigentlich? Es steht ganz simple für „Null Verbrauch“! Gerade wenn man im Alltag mal wirklich darauf achtet, mit wie viel Plastik-Müll wir uns umgeben oder welche Produkte wir konsumieren, stellt man sehr schnell fest, dass da eine ziemlich große Menge zustande kommt. Aber komplett darauf zu verzichten, gestaltet sich dann leider auch schwieriger, als vielleicht zuerst gedacht. Das Schöne daran: Heutzutage wird es uns immer leichter gemacht, hin und wieder drauf zu achten. Hier einige relativ simple Möglichkeiten, die ihr im Alltag einfach verwenden könnt und dabei auch noch etwas Gutes für die Umwelt tut.  Versucht als Erstes beim Einkaufen auf Plastiktüten zu verzichten. Nehmt euch von Zuhause einen Stoffbeutel oder Einkaufskorb mit oder deponiert diese einfach an den verschiedenen Plätzen wie im Auto, in den Jackentaschen oder Rücksäcken. Solltet ihr dann wirklich mal nichts Passendes dabeihaben, kauft lieber eine Papier- statt Plastiktüte.  Außerdem kann man beim Einkaufen auch das unverpackte statt eingeschweißte Gemüse kaufen. Auch die kleinen Plastiktüten, in denen das unverpackte Gemüse verstaut wird, kann man sich theoretisch einfach sparen und sie direkt in den mitgebrachten Stoffbeutel oder Einkaufskorb legen.

Für die Personen unter euch, die auf die Umverpackung dieser Produkte nicht verzichten möchte: auch für Gemüse und Obst gibt es spezielle kleine Stoffbeutel, in denen ihr die Produkte verstauen könnt.  Des Weiteren empfiehlt sich eine wiederverwendbare (Glas-)Flasche und das Trinken von Leitungswasser oder der Kauf von Wasser in Glas- statt Plastikflaschen. Vorteil der Glasflaschen ist, dass ihr euch die vermeidlich schädlichen Stoffe aus den Plastikflaschen spart und auch hier wieder den Konsum des Plastiks minimiert. 

Eine weitere Möglichkeit den Plastikkonsum zu reduzieren: Unverpackt Läden! In den großen Städten ist dieser Trend bereits angekommen, in den kleineren Städtchen und Orten setzt er sich erst so langsam durch. In diesen Läden kann man Produkte ohne Verpackung kaufen. Das beim Gemüse und Obst auf die Verpackung verzichtet wird, kennen wir nun schon teilweise aus den Supermärkten. Aber in diesen Läden habt ihr zusätzlich auch die Möglichkeit, Brot und verschiedene Getreidesorten verpackungslos einzukaufen. Im Optimalfall nehmt ihr euer eigenes, sauberes (Glas-)Gefäß mit und kauft die Produkte dann direkt in eurer eigenen „Verpackung“. Hierfür eignen sich zum Beispiel auch alte Marmeladengläser oder andere Gefäße, die ihr noch Zuhause habt. In Lingen könnt ihr einige Produkte beispielsweise im Reformhaus Ebken in der Marienstraße 6 unverpackt kaufen. 

Aber auch Hygieneartikel wie Seife, Shampoo oder Duschgel kann man in einigen Läden unverpackt vom Stück kaufen, wie zum Beispiel in den Geschäften von Lush. Aber auch in den verschiedensten Drogerien werden ökologische Produkte in entsprechenden Verpackungen angeboten. Einfach mal beim nächsten Kauf die Augen offenhalten und genau hinschauen. 

Das waren nur einige wenige Einblicke in das komplexe Thema Zero Waste. Für die Leute, die sich intensiver mit dem Thema beschäftigen wollen, gibt es viele hilfreiche Artikel, Blogs oder Videos, die einen tollen Einblick verschaffen und gute Möglichkeiten für den Alltag vorschlagen.  Zum Ende hin noch einmal ein kleiner Appell an jeden Einzelnen: Der Wille zählt und die Umwelt dankt dir. Also versuch einfach etwas bewusster durch die Welt zu gehen und denk beim nächstes Mal etwas genauer darüber nach, ob das konsumierte Plastik wirklich nötig ist.  Als erste kleine Tat bietet sich beispielsweise auch das Mitbringen eines eigenen Kaffeebechers in die Mensa oder zum Bäcker an.  


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