Welches Zuhause meinst du?

Welches Zuhause meinst du?
Ob Scheidungskind oder Student – in einigen Phasen des Lebens kommt es vor, dass sich der Alltag an verschiedenen Wohnsitzen abspielt. Das ist nicht nur der Grund für häufiges Kofferpacken sondern auch für einsame Socken, vermisste Pullover und fehlenden Kosmetikkram. Doch nicht nur mein Hab und Gut verteile ich an mehr als einem Ort. Auch mit der Post hatte ich schon die ein oder anderen Schwierigkeiten. Nicht nur das wichtige Briefe teilweise nicht an dem Ort ankommen, an dem ich gerade bin. Auch meine Online-Shopping-Ausbeute kam mehr als einmal nicht in meiner Studentenbleibe an, sondern landete bei meiner Familie, weil ich vergessen hatte die Versandadresse zu tauschen.
Ein weiterer Nachteil am dauernden Wohnsitzwechsel ist, dass man nie alles mitnehmen kann. So kommt es schon mal vor, dass wichtige Unterlagen im Studentenwohnheim liegen, wenn ich gerade die Semesterferien in der Heimat verbringe oder dass ich doch die Klamotten vermisse, die ich eigentlich bewusst zurück gelassen habe. Und wer kennt es nicht: Ein Wochenende mit dem Freund oder beim anderen Elternteil verbringen und dann zu merken, dass man sowohl den Rasierer als auch die Abschminktücher nicht dabei hat.
Doch wie schon gesagt: Der fliegende Wechsel ist meist nur eine Phase und geht vorbei. Irgendwann besucht man nicht mehr alle paar Wochen Mama oder Papa und die Zeiten der Semesterferien und Praktika sind auch vorbei. \“Zuhause sein\“ benötigt dann nicht mehr den Zusatz \“also in Lingen…\“, sondern ist der Ort, an dem die Socken wenigstens theoretisch zusammen bleiben und die Abschminktücher sind, wo sie hingehören. Außerdem gibt es ja auch einen Grund für das ständige Umziehen. Unsere gepackten Taschen begleiten uns meistens zu den Menschen, mit denen wir am liebsten Zeit verbringen.
 
Ich wünsche euch einen schönen Tag, eure Vici
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