Stress? Geh mal raus in die Natur

Der Trend zur Natur ist nicht neu – Immer mehr Menschen suchen nach Wegen, um ihre psychische Gesundheit zu verbessern und Stress zu reduzieren. Hilfreich sind hier manchmal die ganz einfachen Dinge. Das Sammeln von wilden Kräutern beispielsweise. Denn die Zeit in der Natur hilft Stress abzubauen, stärkt das Immunsystem und entspannt ganz anders als Netflix.

Dass Waldluft das Immunsystem stärkt, ist allgemein bekannt. Aber gerade bei Stressbelastungen und Burnout hilft Zeit im Wald. Davon ist auch der österreichische Biologe und Buchautor Clemens Arvay überzeugt. Bestätigt wird dies auch vom Umweltpsychologen Marc Berman, der 2015 mit anderen Wissenschaftlern an der University of Chicago eine Studie durchführte und darin einen Zusammenhang fand zwischen Naturflächen und Bäumen in Wohngebieten und dem Risiko der Anwohner, an Herz-Kreislauf-Schwäche, Bluthochdruck oder Diabetes zu erkranken (Studie 2015).

Wer einen Wald betritt, riecht direkt den spezifischen, wohltuenden Geruch. Die Waldluft ist angereichert mit sogenannten Phytonziden, zu denen auch die Terpene gehören. Mit diesen Duftstoffen kommunizieren Bäume und warnen untereinander, zum Beispiel vor Schädlingen. Für uns Menschen hat diese Kommunikationsweise zum Vorteil, dass die ätherischen Öle in der Luft über die Atmung und Haut aufgenommen werden und positiven Einfluss haben auf:

  • die Serotoninproduktion
  • die Stresswahrnehmung
  • die Dopaminausschüttung

Bereits 15 Minuten im Wald reduzieren ausgeschüttete Stresshormone und senken unseren Blutdruck.

Wilden Bärlauch und andere Wildkräuter selbst zu sammeln, ist damit nicht nur ein schönes Hobby, sondern auch eine gute Sache für unsere Gesundheit. Daneben bietet es auch eine Möglichkeit, sich von der Technologie und den täglichen Ablenkungen zu lösen. Der ständige Gebrauch von Handys, Laptops und anderen Geräten kann Stress verursachen und zu Überstimulation führen. Wenn wir uns jedoch Zeit nehmen, um in der Natur zu sein, können wir uns von diesen Ablenkungen abkoppeln, finden mehr zu uns selbst und können eine tiefere Verbindung zur Natur entwickeln. Wenn wir uns Zeit nehmen, um die Pflanzen und Tiere um uns herum zu beobachten, können wir eine größere Wertschätzung für die natürliche Welt entwickeln. Dies kann dazu beitragen, unseren Geist zu öffnen.

Beim Waldspaziergang oder Kräutersammeln ist der respektvolle Umgang mit der Natur sehr wichtig. Das bedeutet, dass man sich aufmerksam bewegt und Gewächse und Pflanzen nicht unnötig schädigt. Außerdem sollte man besonders im Frühjahr auf die Beschilderung achten und Naturschutzflächen beachten. Häufig weisen sie auf die Paarungs- und Brutzeit hin, bei der die Tiere nicht gestört werden sollen.

Insgesamt gibt es viele Gründe, warum Kräutersammeln und Zeit in der Natur eine effektive Methode zur Stressreduzierung sein können. Indem wir uns Zeit nehmen, um uns von der Technologie zu lösen und uns auf die natürliche Welt zu konzentrieren, können wir unseren Geist beruhigen und uns erfrischen. Wenn Du also das nächste Mal gestresst bist, warum nicht einen Spaziergang im Wald machen oder Kräuter sammeln? Es könnte genau das sein, was Du brauchst, um zu entspannen und zu erfrischen.

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