Ein Stück Lingen an den Weihnachtsbaum hängen

Einen Friseurmeister und Christbaumschmuck bringt man nicht automatisch in Verbindung. Doch für Ulrich Fürstenberg ist es ein besonderes Anliegen, Christbaumdekoration aus seiner Heimatstadt Lingen anzufertigen. Der Friseurmeister und Geschäftsführer des Friseursalons „Haar-Genau“ in Lingen kreiert in kleiner Auflage Weihnachtsschmuck aus bekannten Motiven der Stadt Lingen. Sehenswürdigkeiten wie das historische Rathaus, die alte Posthalterei, der Wasserturm oder das Kivelingshaus können somit jeden persönlichen Christbaum zieren.

„Mein Vermächtnis an meine Heimatstadt.“

In einem Interview mit dem Fensterprogramm SAT 1 Regional für Niedersachsen erklärte Ulrich Fürstenberg genauer, was seine konkreten Absichten waren, hinter dieser kreativen Idee der Christbaumdekoration. Vielmehr gehe es darum, jedem Lingener und jeder Lingenerin die Möglichkeit zu geben, ein kleines Stück Heimat in dem weihnachtlich geschmückten Wohnzimmer zu platzieren. Vom exakten Weg des Entwurfs über Herausforderungen, die es bei der Gestaltung der Gebäude aus mundgeblasenem Glas zu bewältigen gilt, bis hin zur internationalen Popularität der Lingener Christbaumdekoration: Wer sich genauer für die jeweiligen Hintergründe interessiert, dem empfiehlt es sich, den Beitrag „Christbaumschmuck: Lingener Gebäude als Mininatur-Versionen“ anzuschauen.

Warum hängen wir uns Glaskugeln an den Weihnachtsbaum?

Ein Weihnachtsfest ohne Weihnachtsbaum ist für den Großteil der Menschen kaum denkbar. An solch einen Baum gehören dann auch konsequenterweise Weihnachtskugeln. Sie glänzen in unterschiedlichen Farbspektren: Rot, Silber, Gold, Blau, Grün und zahlreiche weitere Farben bringen den Weihnachtsbaum zum Funkeln. Der Weihnachtsbaum galt als Symbol für den Paradiesbaum, weshalb er ursprünglich mit roten Äpfeln geschmückt wurde. Die Christbaumkugel als Schmuck für den Weihnachtsbaum wurde ab dem 19. Jahrhundert bildlich dargestellt. Erfunden wurde sie wahrscheinlich in der thüringischen Glasbläserstadt Lauscha, da einer Legende zufolge ein Glasbläser sich die teuren Walnüsse und Äpfel nicht mehr leisten konnte und deshalb versuchte, farbige Kugeln aus Glas herzustellen. Dabei soll er aus Olitätenflaschen Glasschmuck für den Weihnachtsbaum aufgeblasen haben. Früher wurden die Christbaumkugeln immer verehrt und sehr gehütet aufbewahrt. Von Generation zu Generation gab man die Kugeln in der klassischen roten, goldenen oder silbernen Farbe weiter. Sie waren sehr wertvoll, sodass es sich kaum eine Familie leisten konnte, sich andauernd neue Christbaumkugeln zu kaufen. Seit den 1950er-Jahren hat sich dieser Brauch gewandelt, sodass es zunehmend preiswertere Kugeln gibt, die nicht mehr aus Glas, sondern aus Kunststoff bestehen.

Welche anderen Formen werden häufig zum Schmücken des Weihnachtsbaums verwendet?

  • Weihnachts- und Schneemänner
  • Sterne
  • Zapfen
  • Zuckerstange
  • Kerzen
  • Herzen
  • Engel
  • Rentiere
  • Teddybären
  • Glocken
  • Schneeflocken
  • Vögel

Winterliche Lingener Rathäuser in begrenzter Anzahl erhältlich

Christbaumkugeln sind ein Muss für jeden Weihnachtsbaum. Heute gibt es nicht nur Kugeln in Rot, Gold und Silber, sondern auch unzählige Muster und Formen aus diversen Materialien. Und warum dann nicht ein Stück Heimat in Form von bekannten Lingener Gebäuden an den Weihnachtsbaum hängen? Der Schmuck mit lokalem Flair ist bestimmt ein schönes, kreatives und persönliches Last-Minute-Weihnachtsgeschenk für jeden, der mit der Stadt Lingen etwas verbindet. Gekauft werden können diese begrenzten, limitierten Exemplare bei der Tourist-Info Lingen Wirtschaft und Tourismus (LWT) für einen Preis von 35 Euro. Für die Zukunft hat Ulrich Fürstenberg aber noch viele weitere Ideen, die er gerne umsetzten möchte. Vom Pulverturm bis hin zum Kühlturm des Kernkraftwerks sei alles vorstellbar.

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