Rijnland Instituut eröffnet neues Büro am Campus Lingen

Am 18. November hat das neue Büro des Rijnland Instituuts am Campus Lingen der Hochschule Osnabrück seinen Start gefeiert.

Das Büro befindet sich im Institut für duale Studiengänge. Dieter Krone, Oberbürgermeister der Stadt Lingen, sprach in der ersten von mehreren Eröffnungsreden von dem Büro als ein Zeichen für europäischen Zusammenhalt. Dieser sei notwendig, um die Unabhängigkeit Europas von anderen Staaten wie beispielsweise den USA zu sichern.

Was ist das Rijnland Instituut?

Das Rijnland Instituut ist ein Netzwerk von Wissenseinrichtungen, das Bildung und Praxis miteinander verbindet. Es setzt sich besonders in der Grenzregion der nördlichen Niederlande und im Nordwesten Deutschlands für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung ein.

Prof. Dr. Liane Haak, die Dekanin der Fakultät Management, Kultur und Technik, ist in der Zusammenarbeit mit dem Rijnland Instituut sehr involviert. In unserem Interview gibt sie Einblicke in die Zusammenarbeit mit dem Rijnland Instituut, die Bedeutung des Büros am Campus Lingen und Projekte wie BiCoNet, die aus der Kooperation entstanden sind.

Interview mit Prof. Dr. Liane Haak 

Bild: Hochschule Osnabrück

Kooperation & Bedeutung

Der Campus Lingen und das Rijnland Instituut blicken bereits auf eine langjährige Kooperation zurück. Wie sieht diese Partnerschaft aus?

Das Rijnland Instituut hat letztes Jahr 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Wir haben gemeinsam mit dem Rijnland Instituut schon viele Initiativen auf den Weg gebracht, auch viele interregionale Projekte in der Vergangenheit schon durchgeführt, und es hat uns immer unterstützt, passende Partner in den Niederlanden zu finden und für das passende Matching zu sorgen.
Insgesamt sorgt es dafür, dass sich diese Grenzregion, die wir haben, entlang des Emslandes mit der Grafschaft zusammen mit den Provinzen auf der anderen Seite in den Niederlanden vereinen.

Das Büro am Campus

Was ändert sich jetzt durch die Eröffnung des Büros?

Das Büro ist ein offizieller Anlaufpunkt. Es zeigt nochmal diese Verbundenheit. Die Person, die konkret dort ist, ist schon sehr lange tätig, kennt hier sehr viele Personen, ist aber bisher immer darauf angewiesen, im Raum zu buchen. Und jetzt gibt es im Gegenteil einen konkreten Anlaufpunkt.
Wir wollen damit auch Impulse setzen, hier nochmal am Campus diese Beziehung zu den Niederlanden zu intensivieren, sodass alleine die Sichtbarkeit des Rijnland Instituuts in unseren Räumlichkeiten zeigt:
Das ist etwas, da kann man hingehen, man kann sich beraten lassen und auf schon erfolgreiche Kooperationen aufbauen.

Was für Vorteile ergeben sich für Studierende aus der Zusammenarbeit?

Es können erste Kontakte hergestellt werden, wenn es um Praktika in den Niederlanden geht oder wenn es mal ein Auslandssemester an einer Hochschule sein soll.
Das Rijnland Instituut ist da ein wichtiger Kommunikator, kann Hilfestellungen und Informationen bieten und als erste Anlaufstelle dienen, um einen Kontakt aufzubauen. Studierende können sich zum Beispiel für Praxisphasen, für Praktika oder für Abschlussarbeiten auf niederländischer Seite an das Rijnland Instituut wenden.

BiCoNet & weitere Projekte

Worum geht es bei dem Projekt BiCoNet?

BiCoNet zielt auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen deutschen und niederländischen Unternehmen zum Thema KI in der Nachhaltigkeit ab. Es geht darum, dass man mithilfe von KI nachhaltige Geschäftsmodelle entwickelt beziehungsweise Geschäftsmodelle auf Nachhaltigkeit untersucht, um diese zu steigern.
Beispielsweise haben wir einen Hersteller auf der deutschen Seite und einen Hersteller auf der niederländischen Seite. Die machen beide genau das Gleiche und haben dadurch ähnliche Probleme. Dann schaut man in den Projektteams, wie sie voneinander lernen oder gemeinsam eine Lösung entwickeln können, sodass es auf beiden Seiten Win-win gibt.
Man guckt immer, wo sind Synergien, und setzt KI als Methode ein, aber mit dem Ziel Geschäftsmodellverbesserung und Nachhaltigkeit.

Was für Projekte und Kooperationen stehen noch bevor?

Wir haben jetzt drei Projektanträge gestellt. Der eine geht in Richtung Produktion und der andere liegt eher im Bereich der Anerkennung von unterschiedlichen Berufsabschlüssen. Beim dritten Projektantrag geht es um KI in der Wirtschaftsförderung.
Und das sind sicherlich alles spannende Themen für diese Region und für die Hochschule. Wir drücken die Daumen, dass alle drei kommen.

Von links nach rechts im Bild: Cigdem Zanthing (Rijnland Instituut), Prof. Dr. Wolfgang Arens-Fischer (Leiter des Instituts für duale Studiengänge Hochschule Osnabrück), Prof. Dr. Liane Haak (Dekanin der Fakultät Management, Kultur und Technik der Hochschule Osnabrück), Nikolaus Jansen (Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems), Raymond Wanders (Gemeente Emmen), Dieter Krone (Oberbürgermeister Lingen)

Bedeutung für Studierende

Für Studierende bedeutet diese Kooperation mehr Möglichkeiten. Die Praktikums- und Jobsuche endet nicht an der deutschen Grenze. Bei Interesse an einem Praktikum, einem Auslandssemester oder einer Abschlussarbeit in niederländischen Unternehmen oder Hochschulen, ist das Rijnland Instituut ein guter Ansprechpartner. Das ist vor allem der Fall, weil es jetzt mit dem Büro am Campus Lingen eine konkrete Anlaufstelle gibt.

Unserer Partner

Kaiserstraße 10c | 49809 Lingen
Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat

Weitere Beiträge

Studium in Lingen – Neues Umfeld, Neue Leute und am Ende ein Abschluss in der Tasche

Florenz Walsch blickt auf sein Studium in Lingen zurück: Vom ersten Tag als Ersti über WG-Leben und neue Freundschaften bis zu prägender persönlicher Entwicklung. Er erzählt von Unsicherheiten, Erfolgen und den Vorteilen des familiären Campus. Lingen sei „klein, aber fein“ – ein Ort, der ihm Selbstvertrauen schenkte und ihn auf seinen Master vorbereitet.