Silvester – Feuerwerk nach zwei Jahren Pause

Nach zwei Jahren Pause wird der letzte Tag des Jahres wieder groß gefeiert. Viele bunte Lichter am Himmel und fröhliche Menschen auf der Erde, welche das Spektakel bewundern. Doch wo kommt der Name „Silvester“ eigentlich her und was ist das Problem an dem Böllern?

Wieso feiern wir Silvester?

Silvester geht bis zum Jahr 314 zurück und ist eigentlich ein christliches Fest. Am 31. Dezember 314 wurde Papst Silvester I. zum Papst ernannt. Daher auch der Name „Silvester“. Als er dann im Jahr 335 verstarb änderte sich erstmal nichts. Jedoch gab es zu dieser Zeit noch einen anderen Kalender, den julianischen Kalender. Dieser wurde dann im Jahr 1582 vom heutigen gregorianischen Kalender abgelöst. 

Der letzte Tag des Jahres änderte sich somit vom 24. Dezember auf den 31. Dezember. Erst jetzt bestimmte der zu dieser Zeit amtierende Papst Gregor XIII, dass dieser Tag nun zu Ehren des heiliggesprochenen Papst Silvester gefeiert werden sollte. 

Somit entstand „Silvester“ am 31. Dezember des Jahres. 

Fun-Fact: Das Feuerwerk stammt jedoch nicht aus dem christlichen Hintergrund, sondern aus dem hedonistischen. Der Lärm und die Lichter sollen die bösen Geister vertreiben und das neue Jahr begrüßen. 

Quelle: https://praxistipps.focus.de/warum-feiern-wir-silvester-einfach-erklaert_97589

Nach zwei Jahren Pause gibt es wieder Feuerwerk

In den letzten zwei Corona Jahren war das Feuerwerk stark eingeschränkt und es wurde auch nirgendwo verkauft. Doch dieses Jahr konnte man wieder zuschlagen und sich auf ein Lichterspiel am Himmel freuen. Tatsächlich konnten dieses Jahr aber die Städte und Landkreise selbst entscheiden, ob geböllert werden darf oder nicht. So gab es bestimmte Zonen, in denen kein Feuerwerk gezündet werden durfte. Das können beispielsweise Zonen im Umkreis von Krankenhäusern oder Altenheimen sein, aber auch historische Altstädte. Hier könnten sich häufig brandempfindliche Gebäude befinden oder denkmalgeschützte Häuser, welche besonderen Schutz benötigen. 

Das Problem an den Silvesterknallern

Schön sieht es sicherlich aus und vielen macht das Böllern auch Spaß. Jedoch werden oft die negativen Seiten schnell übersehen. 

Vor allem in den letzten zwei Jahren war die Entlastung der Krankenhäuser ein wichtiger Punkt, weshalb das Feuerwerk eingeschränkt wurde. Dieses Jahr scheint es jedoch wieder vergessen zu sein. Doch laut dem DKG mussten in den Vorjahren mehrere hunderte Schwerverletzte in der Silvesternacht behandelt werden. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass in dieser Nacht auch eine Menge Alkohol fließt und die Leute immer leichtsinniger werden. In den Pandemiejahren ging diese Zahl jedoch sehr zurück, was eigentlich stark zeigen sollte, dass das Feuerwerk gefährlich ist und weiterhin Einschränkungen nötig wären. Man sollte hier also hinterfragen, ob der Spaß-Faktor der Gefahr wirklich überliegt.

Des weiteren ist es aus Ökologischer Sicht sehr fraglich. Die enormen Müllmengen und die ökologischen Schäden oder Störungen von Wildtieren sollte eigentlich jedem bewusst sein. 

Es sollen rund 2.050 Tonnen Feinstaub durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern freigesetzt werden. Und das größtenteils in der Silvesternacht. Das ist wiederum 1% der gesamten Menge an freigesetztem Feinstaub in Deutschland. Dieser Feinstaub führt am ersten Tag des neuen Jahres zu einer starken Luftbelastung mit gesundheitsschädlichen Folgen. Zudem gehen die Inhaltsstoffe der Böller oft mit sehr umweltschädlichen Chemikalien einher, welche sich in den Boden und in die Gewässer einschleichen. 

Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub/feinstaub-durch-silvesterfeuerwerk

Auch die zitternden Haustiere und die Menschen, welche furchtbare Erfahrungen mit den Geräuschen eines Silvesterknaller assoziieren sollten nicht vergessen werden. Für diese Personen kann die Silvesternacht wirklich äußert angsteinflößend und anstrengend sein. 

Müllberge nach Silvester (Quelle: Pixabay)

Fazit

Umweltfreundliche Feuerwerkskörper findet man bisher nicht und ein bisschen Freude bereiten die Lichter am Himmel definitiv. Jedoch sollte man sich den schlechten Folgen bewusst sein und den Verbrauch stark einschränken, wenn man nicht ganz verzichten möchte. Zudem sollte man den Müll, welchen man verursacht, so gut es geht wieder wegräumen und richtig entsorgen. Vielleicht entscheidet man sich das nächste Jahr einfach für ein paar Wunderkerzen. Diese sind auch wunderschön, können leicht entsorgt werden und schonen unsere Luft, die Tiere, die Natur und unsere ganze Umwelt!

Ihr wollt noch mehr für die Umwelt tun ? Dann schaut hier!

Unserer Partner

Bernardstraße 40 | 49809 Lingen
20 Wörter Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore

Weitere Beiträge

Alle sind auf LinkedIn – Die vermeintliche Notwendigkeit einer Personal Brand

Personal Branding begleitet uns schon seit Jahrhunderten – von Leonardo da Vincis Anschreiben bis hin zu LinkedIn-Profilen. Heute bedeutet es nicht nur Selbstdarstellung, sondern auch ständigen Wettbewerb. Zwischen Chancen für Sichtbarkeit und Druck zur Selbstoptimierung gilt es, Balance zu finden. Denn nicht die Fassade, sondern echte Fähigkeiten sollten im Mittelpunkt stehen.

Frauenfußball im Aufwind

Am 20. Juli geht es los mit der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2023. Die Gastgeber dieses Jahr sind Australien und Neuseeland. Noch nie zuvor gab es so viel Interesse für den Frauenfußball. Doch aller Anfang war schwer…

Weihnachten in aller Welt

Es sind noch sieben Tage bis Weihnachten und obwohl viele Länder das gleiche Fest feiern, gibt es doch unterschiedliche Traditionen weltweit. Wie feiern beispielsweise die Menschen in Schweden oder Australien Weihnachten?