Von einer langen Suche zum Glück

Anfang des letzten Jahres war ich (um es schön zu sagen) verzweifelt, als ich mir über die Menge an verschiedenen Unternehmen und Agenturen bewusst wurde, denen ich eine Praktikums-Bewerbung hätte schicken können.

Ganz kurz – für die, die es nicht wissen: Im Rahmen des Studiengangs Kommunikationsmanagement muss man mehrere Pflichtpraktika in den Semesterferien absolvieren. Im Nachhinein kann ich euch versichern, dass die Erfahrungen, die man sammelt, den Aufwand wirklich wert sind!

Aber darum soll es hier gar nicht gehen – sondern darum, wie ich in dem Meer aus Arbeitgeber*innen einen passenden für mich gefunden habe und diesen dazu gebracht habe, meine Bewerbung anzunehmen.

1. Was mir die Suche für eine Praktikums-Bewerbung erleichtert hat:

Habt ihr bestimmt alle schonmal von gehört: Jobbörsen oder Jobsuchmaschinen, wie Stepstone, Connecticum oder aber auch MeinPraktikum. Hier werden euch Stellenanzeigen zur Verfügung gestellt, von Unternehmen, denen ihr eure Praktikums-Bewerbung dann direkt dort zukommen lassen könnt. An der Hochschule Osnabrück haben wir auch noch den Vorteil, das Portal „Praxiko“ nutzen zu können. Dieses findet ihr in OSCA unter dem Reiter „Schwarzes Brett“.

2. Kleine Unternehmen sollten für ein potentielles Praktikum nicht unterschätzt werden

Gerade Praktikaplätze bei bekannten und großen Unternehmen sind sehr begehrt. Bei solchen großen Unternehmen muss man sich oft schon ein halbes bis ein ganzes Jahr vorher bewerben. Was ich in meinem Praktikum gelernt habe: Auch die kleineren Unternehmen haben dir einiges zu bieten und die familiäre Atmosphäre ist einfach unschlagbar! Versteift euch bei der Suche also nicht darauf, in einem möglichst bekannten Unternehmen mit viel Erfahrung einen Platz finden zu wollen, sondern freut euch darauf vielleicht die Chance zu haben mit einem kleineren Unternehmen zu wachsen.

3. Keine Angst vor Initiativbewerbungen für ein Praktikum

Eine Bewerbung für ein Praktikum ist in keinem Unternehmen fehl am Platz. Wenn du dich und deine Talente richtig präsentieren kannst, ist es ganz egal, ob das Unternehmen wirklich eine auf dich zutreffende Stelle ausgeschrieben hat! Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass du auch zu dem Unternehmen und den entsprechenden Werten passt.

4. Individualität in der Bewerbung für ein Praktikum

Worüber ich mir sehr lange den Kopf zerbrochen habe, ist die Tatsache, dass gerade viele meiner Kommiliton*innen sich ebenfalls, für eine ähnliche oder genau meine Traumstelle, bewerben. Wie kann ich da herausstechen? Was macht mich besonders? Die Antwort ist nicht so einfach zu finden, aber diese könnt ihr euch am Besten selber geben. Was ich aus Erfahrungen dazu sagen kann ist, dass das Anschreiben hier von ganz großer Bedeutung ist. Diese 0815 Anschreiben mit „hiermit bewerbe ich mich für“ und „Ihr Unternehmen hat mich am meisten interessiert“ werden meist direkt wieder weggelegt. Also startet lieber mit „mit mir als Praktikantin gewinnen Sie“ oder verweist darauf, weshalb ihr auf das Unternehmen aufmerksam geworden seid und mit welchen Werten ihr euch am besten identifizieren könnt.

5. Der beste Test, ob Arbeitgeber*innen wirklich zu dir passen

Die Entscheidung für eine Einstellung als Praktikant*in trifft allerdings nicht nur der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin, sondern auch ihr selbst. Daher solltet ihr euch im Vorfeld Gedanken machen, ob die Agentur oder das Unternehmen zu euch passt. Das funktioniert am Besten durch ein Vorstellungsgespräch! Ich habe anfangs knapp 25 Bewerbungen an Unternehmen geschickt, die meine örtlichen Anforderungen erfüllt haben sowie in Bereichen arbeiten, für die ich mich interessiere. Aber erst nachdem ich bei dem ein oder anderen ein Vorstellungsgespräch hatte, konnte ich mir ein wirkliches Bild von den Personen und dem Arbeitsklima machen. Erst dann wusste ich, ob ich dort auch wirklich arbeiten könnte und möchte. Noch hilfreicher war das Angebot eines Probetages, aber dieses wird tatsächlich eher selten gestellt, also nutzt jede Chance mit der ihr das Unternehmen kennenlernen könnt!

Was ich euch für eure Praktikums-Bewerbung noch mitgeben möchte:

Nutzt jedes Praktikum wie ein Geschenk! Es ist wirklich hilfreich in diesem Rahmen euch selbst und ein mögliches Berufsfeld kennenzulernen. Ich habe einiges aus meinem ersten Praktikum mitgenommen und werde mich noch lange bei zukünftigen Aufgaben daran zurück erinnern. 

Damit während eurem Praktikum auch alles glatt läuft, hier eine weitere Leseempfehlung.

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